free responsive website templates


Das ist die
 Klimafreundlich-Küche

40% weniger CO2 durch die Ernährung


Die Klimafreundlich-Küche ist eine pflanzenbasierte und planetenfreundliche Form, sich zu ernähren.
Oder zumindest Bausteine in den bestehenden Speiseplan einzufügen. 

Die Zutatenliste ist saisonal, regional und aus Bio-Anbau, die Verarbeitung schlicht und simpel und gewürzt mit reichlich Wildkräutern, die mit Null CO2-Einsatz vor deiner Nase wachsen. 

Hinzu kommen also jede Menge Naturerlebnisse, Küchenexperimente und Ausflüge in die DIY - und LESS WASTE Szene, angereichert um ein paar RETRO-Ideen wie Vorratshaltung und Resteverwertung. 
Wer obendrein noch seine Einkäufe möglichst aus eigener Muskelkraft tätigt und seinen Haushalt noch energiesmart organisiert, stößt ins Herz der Klimafreundlich-Küche vor.

Einen gesättigten Rundumschlag dazu hat das Buch "Klimafreundlich-Küche" in petto.
Erhältlich seit Ende Januar 2020. Mit Illustrationen von Laura Laakso.

Das sind die Schätze der Klimafreundlich-Küche

Es ist nicht das raffinierte Rezept, was es ausmacht. Du bist es.

SCHATZKISTE

Die Natur liefert uns die Rohstoffe. Je natur-belassener, desto besser. Wir denken in Kreisläufen.
Wir nutzen Bio-Zutaten, möglichst aus der Nähe. Wir schätzen das, was Saison hat - und das wilde Grün vor der Nase. 

DU BIST DER GRÖSSTE SCHATZ

Deine Sinne machen Sinn.
Mach was draus.
Finde deine Lieblingsideen, erfinde Neues und mach ausfindig, wo du smart in der Küche und anderswo etwas bewegen kannst. 

WERT_SCHÄTZEN

Wir achten (auf) unsere Wurzeln, gehen behutsam mit den Rohstoffen um und verwerten, was geht, so verpackungsarm wie möglich. 


Zauberwort STERN

Das ist das Symbol der Klimafreundlich-Küche

STERN

S wie saisonal,
T wie tierfrei,
E wie einfach,
R wie regional 
N wie natürlich

Was das soll

Für einen Klimawandel auf dem Teller

Die Klimafreundlich-Küche ist eine planetenfreundliche Art sich zu ernähren mit Spaß an der Natur und an Küchenexperimenten. Sie speist sich aus pflanzlichen Grundzutaten wie Gemüse und Obst, Getreide und Hülsenfrüchte, Saaten und Kerne und dem, was direkt vor unserer Nase wächst: Wildkräuter.

Sie setzt auf Saisonales und Regionales -  auf das, was da ist. Wenige Grundzutaten, simple Verarbeitung, so verpackungsarm wie möglich. Dazu denkt sie in Kreisläufen (was kann weiterverwendet werden?), achtet auf ein paar mehr Vorräte im Haus statt hektischer Feierabendeinkäufe und verschwendet absolut keine Lebensmittel.

Nein, jeder mag auf seinen Tellern selig werden. Es steht auch jedem frei, die Rezeptvorschläge durch Koch-Finessen zu ergänzen. Es geht um keine Gesundheitsweisheiten oder Diätvorschriften. Es geht schlicht um die Erde. So, wie wir seit gut einer Generation prassen, heben wir den Planeten aus den Angeln. Das ist mittlerweile angekommen.

Und Maßnahmen gegen den Klimawandel fühlen sich oft an, wie Zahnpasta in die Tube zurückzudrücken.
Belehrungen und Verbote, gar Verzichts-Bezichtigungen kommen bei den Leuten überhaupt nicht gut an. 
Dabei kann jeder*r mit simplen Alltagshandlungen schon jede Menge bewirken. Etwa reichlich CO2 durch eine anderes Ess- und Einkaufsverhalten einsparen. Und genau solche Vorschläge macht die "Klimafreundlich-Küche". 

Zu den Faktensnacks

Die Klimafreundlich-Küche setzt erstens auf deine Lust, ein Quentchen für den Planeten beitragen zu wollen, zweitens auf die Natur vor der Nase und drittens auf die Wiederentdeckung alter Werte wie Vorratshaltung, Wertschätzung von Leben/-smitteln und fröhlichem Austausch rund um den Herd. 
Hinzu kommen ein paar hübsche Bilder, die das Konzept zusammenfassen:

Rezept-Grundlage
STERN - saisonal/selbst gemacht, tierfrei, einfach, regional/rohstofforientiert, natürlich/nah.

Rezept-Struktur
REGENBOGEN  - die fünf Hauptfarben des Regenbogens symbolisieren die fünf Hauptbestandteile der Klimafreundlich-Küche: 1. Gemüse und Obst, 2. Getreide und Hülsenfrüchte, 3. Kerne und Saaten, 4. (Wild-)Kräuter, 5. Würzzutaten

Rezept-Auswahl
BLUME - zumindest im Buch "Klimafreundlich-Küche" ordne ich jedem saisonal verarbeiteten Gemüse vier Rezepte zu, wie die Blütenblätter zu einer Blume. Rezepte, die alltagstauglich sind und sich an Leute richten, die eben nicht nur in der Küche stehen wollen. 

Das sind: POT / Eintopf, TO GO / was zum (verpackungsarmen) Mitnehmen, VORRAT / für Stress-Zeiten und SNACK / was für zwischendurch.

Das ist poetisch, ein bißchen magisch und bleibt daher leichter im Kopf, vor allem aber in Herz und Händen. Denn die Klimafreundlich-Küche soll eben keine spaßbefreite Askese für eine bessere Welt sein, sondern eine natürlich und durchaus traditionsreiche Form der Ernährung, die gut tut, die fit macht, gesund hält und "nebenbei" die Ressourcen der Erde schont. 

Zu den Rezepten

deutliche CO2-Reduktion
Man kann mal eben so viel CO2 einsparen, wie ein Auto bei 11.000 Kilometern, gefahren mit 120 km/h ausstößt. Die Ernährung hat einen lange unterschätzten Einfluss auf das Klima, daher hilft es, ein paar Alternativen in den Speiseplan einzubauen, der vor allem den Fleischkonsum reduziert, gern auch dann und wann die klassischen Milchprodukte durch Pflanzliches ersetzt.

Region stärken
Du schaust, was in deiner Region passiert. Gibt es Initiativen wie "Marktschwärmer", "Foodsharing", "Solawis" oder Food-Koops? Schau dich um, du wirst überrascht sein, was mittlerweile alles geht und durch die digitale Vermarktung tatsächlich einfach geworden ist.

Spaß mit Selbermachen
Es ist kein Akt, mal mit dem Pürierstab eine Hafermilch selbst zu verquirlen, statt nach Feierabend noch in die reizüberflutenden Supermärkte zu eilen. Vieles macht sich sogar von allein, ein gutes Brot zum Beispiel. Du entdeckst ganz viel. Mach dich auf die Reise.

Gesundheit
Wer auf Junk Food verzichtet, macht schon mal keinen Fehler. Die Klimafreundlich-Küche besteht aus wertvollen, regionalen, geschmackvollen Zutaten ohne viel Schnickschnack drumherum. Was soll daran verkehrt sein? Pflanzliche Kost liefert reichlich Power, so viel ist mittlerweile klar.
Die "Planetendiät", die Forscher fordern, hat wie durch Zufall jede Menge mit den Empfehlungen vieler Gesundheitsgurus zu tun. Was der Erde gut tut, soll unser Schaden also nicht sein

Geld sparen
Der Witz beim Liegenlassen von typischen Marken-Produkten im Supermarkt ist: Du sparst auch noch jede Menge Geld. Die paar Grundzutaten kosten nicht viel, Kräuter wachsen gratis auf einer Wiese und dein Haushalt kann zunehmend energiesmart werden: Weniger sinnfreie Küchengeräte, die viel Strom fressen, so spießige Dinge von alten Hausmütterchen beachten wie: richtig lagern, mit Köpfchen spülen und mit Bedacht einkaufen.

Weiterdenken
Wie heißt es auf Sanitäranlagen so schön: Verlasse diesen Ort so, wie du ihn vorgefunden hast. Gilt auch für die Erde. Du gehst umsichtig mit wertvollen Ressourcen um, so dass auch die nachfolgenden Generationen, unter Umständen deine eigenen Kinder (!), noch was davon haben. Das geht mit einer Achtsamkeit gegenüber Menschen, die für dich Nahrungsmittel anbauen (Fairness), gegenüber Tieren, die auch in landwirtschaftlichen Kreisläufen ihren Platz finden mögen, aber eben in einem "natürlichen" und artgerechten Kontext und Produkten, wo wir auf die Herkunft achten, die Zubereitung möglichst unverstellt belassen und sie auf keinen Fall im Müll entsorgen.

Hübsches für zu Haus findest du hier.

Es kommt drauf an, was du Arbeit nennst oder wie du deine Zeitfenster definierst. Vor fünf Jahren gab es das Daddeln mit dem Smartphone zum Beispiel noch gar nicht. Die Stunden verflogen trotzdem. Klar, Erntezeiten sind Küchenzeiten. Viel Selbstmachen bedeutet: Mehr Abwasch, mehr Chaos. Überall liegt was rum, da blubbert und fermentiert was vor sich hin. Vieles ist eben nicht so wie gekauft, sieht anders aus, schmeckt anders. Das muss man wollen. Die Zeit dafür als sinnvoll erachten.
Weil:
- Du nutzt deine fünf Sinne. 
- Du lernst was Neues, nicht zuletzt über dich selbst. 
- Du knüpfst neue Kontakte mit Gleichgesinnten, tauschst dich online oder in echt aus. 
- Du weißt, was du kannst, was du machst und erfährst, was es mit dir macht.
- Du kennst alle deine Zutaten. Da gibt es keinen Zusatz, den du nicht im Essen haben möchtest.
   Die Zutaten sind gut für dich.
- Du entschlackst in vielerlei Hinsicht. Man wird etwas minimalistischer, ohne daraus Stress zu machen.

Ein paar Küchentipps, die hilfreich sein können.

Es hat sich jede Menge getan in der letzten Zeit, nicht nur befeuert durch die unermüdlichen Youngsters der "Fridays for Future"-Bewegung.
• Da schießen Unverpackt-Läden aus der Ecke,
• Nachbarschaftsinitiativen machen ihre Viertel grüner.
• Repair-Cafés und Sharing-Ideen greifen um sich.
• Plastikfasten und Zero-Waste-Stammtische sind hip.
Viele wunderbare Menschen denken um. Daher bedient sich die Klimafreundlich-Küche gern aus fantastischen Ideen der DIY- und zumindest LESS-WASTE-Szene, munter vernetzt mit Großartigem aus der Naturküche und der Kräuterwelt. Inspirier dich weiter.

Mobirise

Mach deinen Küchen-Check

⍈ Sei Kühlschrankforscher*in: Woher kommen die Sachen?
⍈ Wie oft kaufe ich bio, saisonal und regional?
⍈ Kann ich vielleicht mein tägliches Essen nicht vielleicht selbst machen?
⍈ Wo gibt es alternative Bezugsquellen (Solawi...)?
⍈ Wieviel werfe ich weg?

Tipp: Einen umfangreichen Zutaten-Check steht im Buch "Die Klimafreundlich-Küche" mit seinen "Klimaflops" und "Klimatops".  Einen spielerischen Einstieg bietet dir das Quartett zum Download.

So geht die Klimafreundlich-Küche

In der Tat: Da rattern so manche Räder, bevor ein warmes Essen auf den Tisch kommt.
Aber an sich ist die Klimafreundlich-Küche super simpel:
So nah und natürlich wie möglich.

Produktion

Woher stammt die Zutat?
Was weiß ich über den Wasserbedarf?
Ist es aus Bio-Anbau?

Mahlzeit

Was hat Saison?
Was kann ich aus den Vorräten und Resten verwenden?

Mobirise

Verarbeitung

* Woher kommt es - und mit welchem Verkehrsmittel?
* Wie stark ist es verarbeitet?
* Wie viel Umverpackung gibt es?

Einkaufsort

* Welchen Laden wähle ich? Geht's auch ohne Discounter?
* Kann ich die Wegstrecke aus eigener Kraft zurücklegen?


Die Hauptzutaten
Wir lieben den Regenbogen

Mobirise

Klima (ver-)wandeln
5 Top Tipps für jeden Tag

Nie wieder hektisch nach Feierabend einkaufen! Wenn Du zum Beispiel Hülsenfrüchte wie Kichererbsen am Vortag einweichst, in knapp 30 min mit einer Prise Natron gar kochst und anschließend in Schraubgläser heiß einfüllst, hast Du eine verpackungsfreundliche Zutat für "Immer mal wieder" im Haus.

Vorteile
Kein Einkauf
Keine neue Verpackung
Proteinquelle

Zum Beispiel Kaffee: Die Büropause bleibt gesellig, wenn du dann und wann einfach mal auf Getreidekaffee, oder sogar Löwenzahlwurzelkaffee, umsteigst. Mit selbstgemachter Hafermilch senkst Du nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern befeuerst das bittere Kaffeegeschäft auch nicht weiter.
Zum Beispiel Grillwürstchen: Aus Tofu und/oder Seitan oder aus Rote-Bete-Saft und Soja entstehen täuschend echte "Fleisch"-Produkte. Der Witz: Sie haben nicht weniger Protein, aber reduzieren die CO-2-Bilanz ganz enorm. Und Tierleid sowieso.

Vorteile
Gleicher Genuss bei deutlich plantenfreundlicherer Ernährung 

Hej, es gibt 12.000 Pflanzen, allein in Europa. Noch. nur 200 davon sind echt giftig. Aber wenn du schon eine Handvoll unverwechselbare und stets verfügbare Pflanzenschwestern wie Brennnessel, Giersch oder Löwenzahl in deinen Speiseplan einbaust, nutzt du die kostenlose Vitaminpower vor der Haustür.

Vorteile
wertvolle Inhaltsstoffe zum Nulltarif
tolle Naturerfahrungen beim Sammeln

Was in deiner Nähe wächst, ist buchstäblich naheliegend. Heimisches hat den meisten Bezug zu dir. Wenn du Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse oder Kräuter aus der Umgebung schöpfst, ist das nicht nur für die CO2-Bilanz besser. Es tut dir gut und: den lokalen Erzeuger*innen in deiner Region.
Tropisches braucht man schlicht nicht (mehr) täglich?

Vorteile
Nähe stärkt Verbundenheit

Es klingt kitschig, pseudoreligiös und vielleicht esoterisch. Aber es ist nicht selbstverständlich, dass aus den paar Zentimetern fruchtbarer Erde rund um den Planeten täglich etwas Nährendes wächst. Erst recht nicht in Zeiten krasser Klimawandlungsprozesse. Esse daher mit Bedacht und in Dankbarkeit für das, was du geschenkt bekommen hast. Bezahlt hast du dafür nur einen zufällig festgelegten Preis.

Vorteile
Verbundenheit mit dem Leben

Mobirise

Für die Klimafreundlich-Küche begeistern
Schenk die Ideen weiter.  

Vor allem die Rezepte im Buch "Klimafreundlich-Küche" laden zum Snacken ein. Bring ins Büro oder zum Buffet ein paar Appetit-Häppchen mit und lass deine Freund*innen raten, woraus zum Beispiel die "Freakdellen" bestehen.

Ein Sparschwein für Gespartes durchs Kochen im Vergleich zum Fertiggericht hilft beim "Durchhalten".

Kein Blähbauch, kein Kneifen im Magen: Das Klimafreundlich-Essen beschwert nicht, sättigt gut und bringt Pflanzen-Power. Gut für Körper, Geist und Seele. Mehr Motivation braucht es eigentlich nicht, oder?

Gut, wir sind uns stets am nächsten, aber vielleicht zieht das soziales Argument ja doch. Weil du Kinder hast oder möchtest. Weil deine Lieben Kinder haben. Weil es nicht ganz egal ist, was um uns rum passiert. Weil es nicht ganz egal ist, wie Nahrungsmittel zu uns auf den Tisch kommen. Mag man wirklich einen Schoki-Hasen oder glitzend in Alu verpackten Weihnachtsmann verspeisen, wenn die Zutaten zum Beispiel nicht aus fairem Handel stammen und obendrein noch jede Menge unnötige Verpackung anfällt? Warum nicht zum Beispiel leckere Bohnentrüffel machen, Umverpackungen basteln und verschenken?

Klingt verrückt, nicht wahr? Wenn man all die Zeilen liest, könnte man denken, dass man für nichts anderes mehr Zeit hat. Ist aber ein Irrtum. Der kleine Input an Vorbereitung erspart zum Beispeil jede Menge Nahrungssuche unterwegs. Geschickt geplant ist Zeitgewinn!

Mobirise